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1930 – 1931 Alfred Wegener Deutsche Grönlandexpedition.

Auftrag:

Zur Untersuchung polarer Luftströmungen sollen drei dauerhafte Stationen eingerichtet werden, die über ein ganzes Jahr hinweg Messungen der verschiedensten Art vornahmen.
Wegener sah vor die drei Stationen längs des 71. Breitengrades anzuordnen, die Bestände der drei Stationen wollte etwa 400 km betragen.

Karte der Grönland Touren
  • Die sogenannte Weststation am Qaumarujuk (Haus Scheideck),
  • die im Zentrum des Inlandeises gelegene Station Eismitte und
  • die Oststation im Scoresbysund.

Expeditionsleiter: Alfred Wegener und nach dem Tod von Alfred Wegener sein Bruder Kurt Wegener (ab November 1930)

Expeditionsteilnehmer: Gesamt: 21 (* Sie kamen erst später hinzu)

  • Rasmus Villumsen (Grönländer)
  • Kurt Wegener (*1931)
  • Berhard Brockamp (Geologe, *1931)
  • Kurt Wölcken (Geologe)
  • Ernst Sorge (Geologe)
  • Fritz Loewe
  • Johannes Georgi (Leiter der Station  „Eismitte“)
  • und weitere…

Bei den Grönländern galt das Betreten des Inlandeises als verboten, da dort „böse Geister“ wohnten, dadurch viel es der Expedition schwer überhaupt Grönländer zur Mitarbeit zu überreden.

Am Ende gelang es Wegener einige von ihnen zu Überreden.

Der Beginn

Am 1. April 1930 beginnt mit 21 Wissenschaftlern und Technikern die «Deutsche Grönland Expedition» Alfred Wegeners.
Sie verlassen Kopenhagen, am 1.4.1930, mit dem Schiff „Disko“.
Auf Island, am 8. April in Reykjavik, stießen drei isländische Begleiter hinzu, die sich um die Betreuung der Pferde kümmern sollten unter ihnen befand sich auch Wegener’s Expeditionskamerad von 1912/13, Vigfus Sigurdsson.
Ende April wurde das Expeditionsgut in Holsteinborg (Sisimiut) auf die eisgängige „Gustav Holm“ umgeladen.
Am 4.5. 1930 erreichte die „Gustav Holm“ die Eiskante, die noch vor Umanak lag. Der Versuch das Eis zu brechen, um in den Kamarujuk-Fjord hineinzukommen schlug fehl.
Gleich zu Beginn der Expedition kam es Aufgrund von schlechten Wetterverhältnisse zu einer Verzögerung von insgesamt 38 Tagen – was eine kleine Ewigkeit im kurzen arktischen Sommer ist. Wichtige Zeit, die beim Aufbau der Stationen fehlen. Um etwas Zeit zu sparen wurden mit dem Transport der Ausrüstung in den Fjord, mit Schlitten begonnen, was eine schwierige Angelegenheit über das zum Teil brüchige Eis bedeutete.

Am 16. Juni endlich beginnt das Eis zu aufzubrechen so das das Schiff in den Fjord gelangen konnte und das Ausladen konnte vollendet werden.

Die „Gustav Holm“ an der Eiskante – rechts einer der zwei Propellerschlitten mit Transportkiste


Für den Transport der Propellerschlitten, auf das etwa 1000 Meter hoch gelegene Inlandeis wo die Weststation entstehen sollte, müssen eigens Wege gebaut werden.

Doch auch diese Mühe scheint umsonst gewesen zu sein: Die Propellerschlitten versagen angesichts, des tiefen Neuschnees und der ungenügenden Motorenleistung ihren Dienst.

So musste die Versorgung der zentralen Station „Eismitte“ mit Hundeschlitten erfolgen.
Im Juli 1930 leitet Georgi die erste Hundeschlittenreise zur Errichtung dieser Station.

Der Tod von Wegener

Obwohl die Hundeschlitten dreimal zur zentralen Station „Eismitte“ vordrangen, reichte der Proviant bei Weitem nicht aus. Von einem von Eismitte zurückkommenden Schlittentrupp erhielt Wegener eine Mitteilung.
Wegener’s Gefährten wollten die Station, am 20. Oktober, aufgeben

Aufgrund dieser Mitteilung von Georgi und Ernst Sorge, macht sich Wegener zusammen mit Fritz Loewe und 13 Grönländern auf, um die Männer zu versorgen.
Mit 15 Hundeschlitten und 14 Begleitern startet Wegener am 21. September 1930 zu den Kollegen in der nur halb fertigen Station «Eismitte».
Doch durch die schlechten Wetterbedingungen musste der Marsch aufgegeben werden.
Wegener schickte die Begleiter zurück zur Weststation, bis auf Loewe und Villumsen, mit ihnen und drei Schlitten kämpften sie sich durch bis „Eismitte.“
Wegener, Loewe und Villumsen erreichten unter schwierigsten Bedingungen und unter Verbrauch der meisten Lebensmittel die Station am 30. Oktober.
Bei den Strapazen erfror Loewe sich alle Zehen, die von Georgi, mit einfachsten Mitteln, in „Eismitte“ amputiert wurden.
An einen Rückmarsch war für Loewe nicht mehr zu denken, so das auch er in „Eismitte“ überwintern musste.

Am übernächsten Tag, nach einer kleinen Feier seines 50. Geburtstags, macht sich Wegener mit Villumsen auf den gefahrvollen Rückmarsch zur Weststation.

Das letzte Bild von Wegener (link’s) und Villumsen 1.11.1930

Auf dem Rückweg, von „Eismitte“, der am 1. November begann und aus Wegener und Villumsen bestand, kam Alfred Wegener, vermutlich, am 16. November 1930 ums Leben.

Erst am 12. Mai 1931 fand man Wegener’s Leiche in einem sorgfältig angelegten Grab. Der Leichnam wurde sorgfältig auf eine Renntierhaut gebettet und mit Schlafsäcken bedeckt.
Als Todesursache vermutet man Herzversagen aufgrund der starken Anstrengung.
Rasmus Villumsen, der Begleiter von Wegener der ihn bestattet hatte blieb für immer verschollen.
Verschollen blieb auch das Tagebuch von Wegener

Nach Wegener‘s Tod

Nach bekannt werden von Wegener’s Tod im Mai 1931 übernimmt Loewe für kurze Zeit die Leitung der Expedition, bis die Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft, Wegener’s Bruder Kurt zu diesem Zweck nach Grönland sendet.

Als im Mai 1931, die seit sechs Monaten erste Schlittenexpedition, von der „Weststation“ aus die Station „Eismitte“ endlich erreicht, und der Tod des Expeditionsleiters Alfred Wegener bekannt wird, entschließt sich Georgi, allein in „Eismitte“ zu bleiben.
Er will das geplante volle Beobachtungsjahr sichern, damit nicht alle Mühen umsonst waren.


Die Stationen

Weststation am Qaumarujuk (Haus Scheideck):

Mitglieder:

  • Emil Friedrichs
  • Kurt Herdemerten
  • Rupert Holzapfel
  • HUgo Jülg
  • Franz Keibel
  • Curt Schif
  • Karl Weiken
  • Kurt Wölcken
  • Gudmundur Gislason
  • Jon Jonsson
  • Vigus Sigurdsson

Eismitte:
Die Station „Eismitte“ 1930

Mitglieder:

  • Johannes Georgi
  • Ernst Sorge
  • Fritz Loewe

In „Eismitte“ überwinterten erstmals Menschen auf dem Eispanzer von Grönland


Die Oststation im Scoresbysund:

Von der Hauptexpedition weitgehend unabhängig sollte die Station im Osten Grönlands errichtet und betrieben werden. Die Anreise der 3 geplanten Wissenschaftler sollte von der Hauptexpedition mit einem einzigen Schiff erfolgen, welches jährlich zum Scoresbysund fuhr. Außer einem ständigen messen, über ein Jahr, von Temperatur, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und Sonnenscheindauer sollten auf allen drei Stationen Drachen- und Fesselballon aufstiege durchgeführt werden.

Mitglieder:

  • Walther Kopp, Meteorologe + Leiter der Station
  • Hermann Benedikt Peters, Zoologe
  • Arnold Ernsting, Ingenieur

Die Kosten für die Deutsche Grönlandexpedition betrugen 300.000 Mark.

Link’s:

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