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1893 – 1896 Fridjof Nansen – Drift Expedition mit der“Fram“

Zuletzt aktualisiert am März 14, 2025

Kurzfassung:

Die Expedition von Fridtjof Nansen mit dem Schiff „Fram“ (1893–1896) war eine der kühnsten und bemerkenswertesten Unternehmungen der Polargeschichte. Ihr Verlauf war sowohl von wissenschaftlicher Neugier als auch von einer großen Portion Entschlossenheit und Abenteuerlust geprägt. In den folgenden Abschnitten wird der Verlauf der Expedition detaillierter nachgezeichnet, einschließlich der Hauptetappen und Ereignisse während dieser außergewöhnlichen Reise in die Arktis.

1. Vorbereitung und Abfahrt

Die Expedition begann im Sommer 1893, als Fridtjof Nansen die „Fram“ in Norwegen zu seiner Reise vorbereitete. Das Schiff war speziell für die Expedition konstruiert worden, um den Bedingungen der Arktis zu trotzen. Es hatte einen einzigartigen Rumpf, der so entworfen wurde, dass das Schiff sich im packenden Eis „hochheben“ konnte, anstatt wie herkömmliche Schiffe im Eis stecken zu bleiben oder zu zerbrechen. Diese spezielle Bauweise sollte es ermöglichen, dass das Schiff sich ohne großen Schaden durch das packende Eis bewegte. Die „Fram“ war mit modernster wissenschaftlicher Ausrüstung ausgestattet, um Daten über das Polarmeer zu sammeln.

Die Besatzung der „Fram“ bestand aus 12 Mann, darunter Nansen selbst als Kapitän und wissenschaftlicher Leiter sowie der schwedische Arzt und Polarforscher Hjalmar Johansen, der später eine entscheidende Rolle in der Expedition spielen sollte.

Am 24. Juni 1893 verließ die „Fram“ den norwegischen Hafen und nahm Kurs auf den Arktischen Ozean. Ziel der Expedition war es, das Packeis zu durchdringen und den geografischen Nordpol zu erreichen. Nansen hatte sich dabei für eine außergewöhnliche Methode entschieden: Statt den direkten Weg zum Pol zu suchen, plante er, das Schiff im Eis „einzufrieren“ und die Drift des Eises zu nutzen, um immer weiter nach Norden zu gelangen.

2. Das Einschließen im Packeis

Nachdem die „Fram“ den arktischen Ozean erreicht hatte, begannen Nansen und seine Mannschaft, das Schiff langsam in das Packeis zu manövrieren. Ende September 1893 war die „Fram“ vollständig vom Eis eingeschlossen. Dies war ein entscheidender Moment der Expedition, da Nansen und seine Crew nun auf die Drift des Eises angewiesen waren, um voranzukommen. Das Schiff sollte sich nun mehrere Jahre lang durch das Packeis bewegen, ohne dass Nansen genau vorhersagen konnte, wohin es sie führen würde.

In den ersten Monaten der Expedition driftete die „Fram“ in nordwestlicher Richtung, und Nansen begann, umfassende wissenschaftliche Messungen durchzuführen, darunter Aufzeichnungen über die Temperatur des Wassers, die Strömungen und die Eisdichte. Diese wissenschaftlichen Daten waren für die damalige Zeit bahnbrechend und trugen wesentlich zum Verständnis der Arktis bei.

3. Der Entschluss, das Schiff zu verlassen

Im Frühjahr 1895, nach fast zwei Jahren im Packeis, entschloss sich Nansen, dass der einzig mögliche Weg, den geografischen Nordpol zu erreichen, darin bestand, das Schiff zu verlassen und sich mit Hundeschlitten und auf Skiern weiter nach Norden zu bewegen. Der Plan war, sich in Richtung des Nordpols vorzuarbeiten, um als erster Mensch dieses Ziel zu erreichen. Doch Nansen war sich auch bewusst, dass dies eine extrem gefährliche Unternehmung war, bei der das Scheitern sehr wahrscheinlich war.

Am 14. März 1895 verließ Nansen zusammen mit Hjalmar Johansen, dem schwedischen Polarforscher, das Schiff „Fram“ und begann mit der Expedition zu Fuß in Richtung des Nordpols. Sie nahmen zwei Hundeschlitten, Hunderte von Kilometern Proviant und eine Vielzahl von wissenschaftlichen Geräten mit. Ihr Ziel war es, das Packeis zu durchqueren und so weit wie möglich nach Norden vorzudringen.

4. Der schwierige Marsch nach Norden

Die Reise von Nansen und Johansen in Richtung Nordpol war von extremen Schwierigkeiten geprägt. Das Packeis war ständig in Bewegung, und die beiden Männer mussten sich gegen starke Winde, extreme Kälte und die unberechenbaren Bedingungen der Arktis behaupten. Ihr Vorankommen war langsamer als erwartet, da die Eisplatten oft zerbrachen oder in die Luft geschleudert wurden, was ihren Fortschritt erheblich erschwerte.

Trotz aller Herausforderungen setzte Nansen seinen Marsch fort. Die beiden Forscher machten zahlreiche wissenschaftliche Beobachtungen und sammelten wichtige Daten über das Klima, die Eisdynamik und das Leben im Packeis. Sie erfuhren die verheerenden Auswirkungen des nördlichen Klimas, sowohl psychologisch als auch physisch. Hunger, Erschöpfung und Frost bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt machten die Reise immer gefährlicher.

5. Der Rückzug und die Rückkehr zur „Fram“

Obwohl Nansen und Johansen unglaubliche Fortschritte gemacht hatten, wurde ihnen schließlich klar, dass der Nordpol unerreichbar war. Sie hatten zwar den bis dahin nördlichsten Punkt der Menschheitsgeschichte erreicht, aber der Nordpol selbst war nicht in Reichweite. Am 14. April 1895 erreichten sie den geographischen Punkt von 86°14′ Nord – ein rekordverdächtiger Wert, der später in die Geschichte eingehen sollte. Doch die beiden Forscher mussten eingestehen, dass es aufgrund der schwierigen Bedingungen und ihrer fortschreitenden Erschöpfung unmöglich war, den Pol zu erreichen.

In einem klugen Schritt beschlossen Nansen und Johansen, umzukehren und zurück zur „Fram“ zu gelangen. Sie wussten, dass ihre einzige Chance, zu überleben und die Expedition fortzusetzen, darin bestand, das Schiff wiederzufinden.

Der Rückweg zur „Fram“ war ebenso beschwerlich wie der Weg nach Norden. Die beiden Forscher mussten immer noch durch das raue Packeis und die unbarmherzige Kälte kämpfen, aber schließlich gelang es ihnen, nach langen und gefährlichen Wochen im Februar 1896 zur „Fram“ zurückzukehren. Sie hatten fast 1.800 Kilometer im packenden Eis zurückgelegt – eine enorme Leistung, die als großer Erfolg in der Geschichte der Polarforschung gilt.

6. Die Rückkehr der „Fram“ und das Ende der Expedition

Die „Fram“ selbst hatte unterdessen weiter im Packeis driftend ihren Kurs beibehalten. Das Schiff war von den Eisbewegungen unbeschadet geblieben, und als Nansen und Johansen zurückkehrten, fanden sie die „Fram“ in einer noch intakten Verfassung vor.

Die „Fram“ und die Besatzung kehrten schließlich im September 1896 nach Norwegen zurück – fast drei Jahre nach ihrer Abfahrt. Nansen hatte zwar den geografischen Nordpol nicht erreicht, doch seine Expedition stellte einen riesigen wissenschaftlichen und geografischen Erfolg dar. Er hatte das bisher nördlichste Ziel erreicht und viele neue Erkenntnisse über die Arktis und die Strömungen des arktischen Meeres gesammelt.

Fazit des Verlaufs

Die Expedition von Fridtjof Nansen mit der „Fram“ war ein außergewöhnlicher Erfolg in der Geschichte der Polar- und Meeresforschung. Trotz des Scheiterns, den Nordpol zu erreichen, trug sie wesentlich zum Verständnis der Arktis und ihrer geographischen und klimatischen Gegebenheiten bei. Die „Fram“ selbst und Nansens wissenschaftliche Arbeiten gelten heute als wegweisend und als Grundlage für spätere Polarexpeditionen.

Die Expedition ist in einem Beitrag der Wikipedia sehr gut beschrieben, deshalb gebe ich den Link zu dem Beitrag an.


mit Unterstützung von ChatGPT

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