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1606 – John Knight – Nortwestpassage

Zuletzt aktualisiert am März 14, 2025

1606 – John Knight – Nortwestpassage

Leitung der Expedition: John Knight

Beteiligte Länder: England

Finanzierung: East India Companie + Muscovy Company

Mannschaft: insgesamt 11 Expeditionsteilnehmer:

Name:

Stellung:

Land:

Schiff:

John Knight

Leiter der Expedition

England

Hopewell (Pinasse)

Gabriel Knight (1)

Maat

England

Hopewell (Pinasse)

Edward Gorrill

Maat

England

Hopewell (Pinasse)

Oliver Brown

Maat

England

Hopewell (Pinasse)

Luke Foxe

Maat

England

Hopewell (Pinasse)

 

Die Expedition von 1606 – John Knight und die Suche nach der Nordwestpassage

Die Erforschung der Nordwestpassage, einer erhofften Seeverbindung zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durch die Arktis, war eines der großen geographischen Rätsel der frühen Neuzeit. Viele europäische Nationen, insbesondere England, die Niederlande und Spanien, investierten in Expeditionen, um eine schnellere Handelsroute nach Asien zu finden. Eine dieser Expeditionen wurde 1606 von John Knight geleitet, einem erfahrenen Seefahrer, der bereits zuvor in den eisigen Gewässern des Nordens gesegelt war.

Seine Reise war Teil einer breiteren englischen Strategie zur Erforschung des Nordens, die von der Krone und Handelsgesellschaften unterstützt wurde. Trotz vielversprechender geografischer Entdeckungen endete Knights Expedition tragisch: Er verschwand spurlos an der Küste Nordamerikas und wurde nie wieder gesehen. Diese Expedition ist ein faszinierendes, aber oft übersehenes Kapitel in der Geschichte der Arktiserkundung.


Hintergrund: Die Suche nach der Nordwestpassage

Die Idee einer Passage durch die Arktis entstand im 15. und 16. Jahrhundert, als europäische Entdecker nach alternativen Handelsrouten suchten. Die bekannte Route um das Kap der Guten Hoffnung (Afrika) oder durch die Magellanstraße (Südamerika) war lang und gefährlich. Eine kürzere Verbindung durch den Norden versprach einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil.

England spielte in dieser Suche eine führende Rolle. Die Muscovy Company (eine englische Handelsgesellschaft) und andere Kaufleute finanzierten Expeditionen in der Hoffnung, einen schiffbaren Weg nach China und Indien zu finden. Dabei geriet der arktische Raum Nordamerikas zunehmend in den Fokus.

John Knight war bereits ein erfahrener Seefahrer, der mit arktischen Bedingungen vertraut war. Er hatte zuvor unter John Davis (einem der bekanntesten Entdecker des Nordens) gedient und nahm an mehreren Expeditionen teil. Aufgrund seines Wissens wurde er 1606 mit der Leitung einer weiteren Erkundungsfahrt beauftragt.


Die Expedition von 1606

John Knight stach mit seinem Schiff, der Hopewell, im Frühjahr 1606 von England in See. Seine Mission war es, die Gewässer um Grönland, Labrador und Neufundland zu erkunden, um herauszufinden, ob eine Durchfahrt nach Asien existierte.

Die Reise begann vielversprechend, doch je weiter das Schiff nach Westen vordrang, desto herausfordernder wurden die Bedingungen. Die Küstenlinien waren noch weitgehend unerforscht, und die Karten der Region waren unzuverlässig. Starke Winde, treibendes Eis und unerwartete Strömungen erschwerten die Navigation erheblich.

Als sie sich der Küste von Labrador oder Neufundland näherten, erlitt das Schiff einen schweren Schaden – vermutlich durch Eis oder Felsen unter Wasser. Da eine Reparatur notwendig war, ging Knight mit einigen Männern an Land, um nach einem geeigneten Platz zu suchen.


Das mysteriöse Verschwinden von John Knight

Nachdem Knight und seine Männer an Land gegangen waren, geschah das Unfassbare: Sie kehrten nie zurück.

Die genaue Ursache ihres Verschwindens ist unbekannt, aber es gibt verschiedene Theorien:

  1. Ein Angriff durch Einheimische – Einige Historiker vermuten, dass Knight und seine Männer von den dort lebenden indigenen Völkern angegriffen wurden. Konflikte zwischen europäischen Entdeckern und den Ureinwohnern waren in dieser Zeit nicht ungewöhnlich.

  2. Ein Unglück bei der Erkundung – Es ist möglich, dass sie sich in der unbekannten Wildnis verliefen, verletzt wurden oder durch die harschen Wetterbedingungen umkamen.

  3. Ein Unfall auf See – Falls sie versuchten, mit einem Beiboot zurück zum Schiff zu gelangen, könnten sie gekentert oder von der Strömung hinaus auf das offene Meer gezogen worden sein.

Die restliche Crew wartete vergeblich auf ihre Rückkehr. In Panik und ohne ihren Kapitän entschied sich die Mannschaft schließlich, das beschädigte Schiff so gut es ging zu reparieren und nach England zurückzukehren.


Folgen und Bedeutung der Expedition

Obwohl John Knights Expedition tragisch endete, war sie nicht umsonst. Seine Reise lieferte wichtige Erkenntnisse über die Gewässer rund um Labrador und Neufundland. England sammelte durch solche Expeditionen wertvolle Informationen über die Nordküste Nordamerikas, die später für die Kolonialisierung und den Walfang genutzt wurden.

Die Suche nach der Nordwestpassage dauerte jedoch noch Jahrhunderte an. Erst Roald Amundsen durchquerte die Passage 1903–1906 vollständig, nachdem viele andere Entdecker – darunter John Franklin – gescheitert oder sogar ums Leben gekommen waren.

John Knight blieb eine von vielen Figuren in der langen Geschichte der Arktiserkundung – ein mutiger Seefahrer, der in den Weiten des Nordens verschwand, während er nach einer der größten geografischen Mysterien seiner Zeit suchte.


Expedition:
  • 18.04.1606 – Das Schiff „Hopewell“ verlässt den Hafen Gravesend in England.
  • 26.04.1606 – Die Hopewell erreicht die Orkney-Inseln. Hier wurde die Expedition wegen ungünstiger Winde 14 Tage aufgehalten. Da John Knight die Bewohner für erfahrene Seeleute hielt nahm er zwei von ihnen mit auf seine Reise.
  • 14.06.1606 – Nach einer unspektakulären Fahrt gelangen sie an ein zerklüftetes „Land“ – 56° 25? N. Hier geriet das Schiff ins Eis und wurde beschädigt. Das gesichtete Land verschwand im Nebel.
  • 19.06.1606 – Am 19.06.1606 wurde das „Land“ wieder entdeckt, es erschien wie acht einzelne Inseln, Position: 56°48’N, 25° W.
  • 24.06.1606 – Es zog ein schwerer Sturm auf und Knight brachte das stark beschädigte und halbvoll gelaufene Schiff in eine Bucht der gesichteten Inseln.
  • 26.06.1606 – John Knight beschloss das Land zu erkunden, und fuhr mit Edward Gorrill und Oliver Brownso sowie zwei weiteren Männern ,einer war Knight’s Bruder Gabriel, in einer Schaluppe an Land.
    Zwei Männer, einer war Oliver Brown, blieben am Landungsboot, John Knight ging mit den anderen los.(Es wurde vereinbart in Abständen, ein Trompetensignal zuspielen, was bedeutete, „Alles in Ordnung“. Knight und seine Männer gehen über eine hohen Hügel. Von Zeit zu Zeit ertönt die Trompete. Knight und seine Männer antworten mit Schüssen was bedeutet „Alles in Ordnung“.) Die zwei Männer blieben bis elf Uhr in der Nacht auf ihren Posten, aber John Knight und seine Männer kamen nicht zurück. Sorgenvoll fuhren sie zurück zur Hopewell.
    Jetzt war die Mannschaft ( 8 Mann) ohne ihren Anführer. Da das Schiff sich in einem schlimmen Zustand befand beschlossen sie an Land zufahren. Dort brachten sie sich zwischen den Felsen in Sicherheit vor dem schlechten Wetter. Tag und Nacht lauschten sie nach Geräuschen, die die Rückkehr von John Knight ankündigen.
    Aber John Knight und seine Männer kamen nicht – Nie Mehr !!!.
  • 28.06.1606 – Die Männer wurden von etwa 50 mit Pfeil und Bogen bewaffneten Inselbewohnern, die sie für „Menschenfesser“ hielten, angegriffen und flüchteten mit ihrer Schaluppe zurück auf die Hopewell. An Bord angekommen, wurde das Schiff immer mehr vom Eis umschlossen und sie kämpften mit Äxten und Pickeln gegen das Eis an um das Schiff zu befreien, was ihnen auch gelang, der Zimmermann reparierte das beschädigte Ruder.
  • 03.07.1606 – Am 03.07.1606 kam ein günstiger Wind auf und sie konnten offenes Wasser erreichen, sie fuhren los mit der Hoffnung ihre Heimat wieder zu erreichen.
    Während der Fahrt waren alle damit beschäftigt das eindringende Wasser aus dem Schiff zu bekommen. Sie warfen allen unnötigen Ballast über Bord um das Schiff zuerleichtern. Sie fuhren in Richtung Neufundland.
  • 23.07.1606 – Sie erreichen den Hafen „Fogo“(4)(Fogo (oder Ilha do Fogo, dt.: „Insel des Feuers“) ist eine der Kapverdischen Inseln im Atlantik. Sie gehört zur kapverdischen Inselgruppe Ilhas de Sotavento (dt.: „Inseln unter dem Wind“) und liegt östlich von Brava und westlich von Santiago. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fogo), hier wurde das Schiff instand gesetzt und die Mannschaft konnte sich etwas erholen.
  • 22.08.1606 – Die Hopewell verlässt den Hafen in Richtung England.
  • 24.09.1606 – Die Hopewell erreicht den englischen Hafen – Dartmouth.

  • (1) John’s Bruder
  • (2) Siehe ⇒ 1605 – James Hall – 1.Grönlandfahrt
  • (4)Fogo (oder Ilha do Fogo, dt.: „Insel des Feuers“) ist eine der Kapverdischen Inseln im Atlantik. Sie gehört zur kapverdischen Inselgruppe Ilhas de Sotavento (dt.: „Inseln unter dem Wind“) und liegt östlich von Brava und westlich von Santiago.


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